Die Vorgeschichte

Nachdem Ferdinand Porsche Senior während des zweiten Weltkrieges durch Hitler hauptsächlich mit der Entwicklung eines erschwinglichen Automobils beauftragt wurde, machte er sich bereits durch den KdF (Kraft durch Freude) - Wagen, den späteren VW Käfer im Volk und im Ausland einen Namen. Insbesondere die Amerikaner erkannten die Genialität dieses Fahrzeuges und setzten ihn oft als Transportmittel in ihren Armeen ein.
Prof. Ferdinand Porsche hatte jedoch schon vor Kriegsbeginn den Traum, einen eigenen Sportwagen zu entwickeln, der einmal seinen Namen tragen sollte. Mit Hilfe verschiedenster Kleininvestoren konnte er sich dann diesen Traum erfüllen. Damit die Kosten überschaubar blieben, verwendete er viele Teile aus den VW-Regalen. Am 11.06.1947, Ferdinand Porsche war bis kurz zuvor in der Kriegsgefangenschaft, begann er mit seinem Sohn Ferry (Ferdinand Junior) offiziell das Projekt 356.
Ferry stand seinem Vater in nichts nach. Er war genauso von dem Wunsch eines eigenen Sportwagens besessen. Es fiel ihm auch mit seiner bekanntlich strengen Erziehung nicht schwer, die im österreichischen Gmünd gegründete PORSCHE KG zu übernehmen, da sein Vater durch die Gefangenschaft sehr geschwächt wurde und schließlich 1951 starb.
Nach zwischenzeitlichen Entwicklungen von Fahrzeugen für den Motorsport stellte PORSCHE als Nachfolger des 356 den Typ 911 fertig. Ein Sechszylinder-Sportfahrzeug mit erstaunlichen Fahrwerten, die aber auch ihren Preis hatten.
Die enge Beziehung zu den Volkswagenwerken wurde also bereits in der Vorkriegszeit, und mehr oder weniger unfreiwillig hergestellt. Dies sollte sich aber später als Hauptgrund erweisen, daß wir 1969 mit einer neuen Idee konfrontiert wurden. Einem Gemeinschaftsprojekt von VOLKSWAGEN und PORSCHE:
Dem VW-PORSCHE 914
Früher 356 mit geteilter Frontscheibe

